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2016-01-24

Fachkräftemangel mit Allianzen begegnen

eck•punkt feierte am vergangenen Wochenende sein 15-jähriges Bestehen. Eine Podiumsdiskussion zum Thema „Fachkräftemangel und Arbeitgebermarke“ eröffnete die Veranstaltung. Zu der Gesprächsrunde mit eck•punkt-Geschäftsführerin Annett Wohlfarth-Behnecke trafen sich Vertreter von Unternehmen, aus Bund und Land, um die Situation insbesondere im sächsischen Vogtland zu beleuchten.

Etwa 90 Besucher hörten am 22. Januar in den Räumen der Reichenbacher „Brasserie Forbriger“, dass es den allgemeinen Fachkräftemangel nicht gibt. Michael Barth, Geschäftsführer der IHK Regionalkammer Plauen, glaubt, von dem allseits gefürchteten Ingenieursmangel kann keine Rede sein: „Natürlich fehlen Fachkräfte“, sagte er. „Doch das Thema ist äußerst vielschichtig. Bei uns im Vogtland fehlt es vor allem an Fachkräften für die verarbeitende Industrie und – was oft vergessen wird – an Unternehmensnachfolgern.“ Das unterstrichen auch Frank Weidenmüller, Geschäftsführer der FES Fahrzeugentwicklung GmbH Zwickau, und Swen Klöden, Geschäftsführer des Kunststoff-Komponenten-Herstellers Weidplas GmbH Treuen. In beiden Firmen wird Nachwuchs in jeweils ganz speziellen Berufsgruppen gesucht. Bei Weidplas sind das z. B. Verfahrensmechaniker für Kunststofftechnik, Werkzeugmacher und Mechatroniker. Letztere zunehmend möglichst mit hoher Fachkompetenz für alle Automatisierungsthemen.

Jubilaeum 1

Die Arbeitgebermarke: Neue Ideen gefragt
Wie wichtig in Zeiten des Wettbewerbs um gute Nachwuchskräfte eine starke Arbeitgebermarke ist, brachte Annett Wohlfarth-Behnecke, Gastgeberin des Abends, in die Runde ein: „Bei der Kommunikation von Firmen geht es heute weniger darum, ansprechende Produktmarken zu kreieren. Vielmehr muss das Unternehmen selbst zur attraktiven Marke entwickelt werden, um kompetente Arbeitskräfte zu gewinnen. Auf Nachfrage von Carsten Schulz-Nötzold, Inhaber der Kommunikationsagentur decorum Kommunikation und Moderator der Diskussion, erläuterten Swen Klöden und Frank Weidenmüller die Bemühungen ihrer Firmen auf diesem Gebiet, die sie zusammen mit eck•punkt inszeniert hatten. Während FES besonders auf seine neue Website setzt, die unter Mitwirkung der Mitarbeiter entstanden ist, mit eingängigen Slogans und frischer Aufmachung um die entsprechende Zielgruppe wirbt, spielte Weidplas jüngst mit den Umformthemen seines täglichen Tuns. Schnell war aus der englischen Übersetzung für „umformen“ (= „to transform“) der Bezug zu den beliebten Action-Helden „Transformers“ hergestellt. Jugendliche werden nun, u. a. auf Ausbildungsmessen, mit City Cards im Transformer-Look angesprochen.

Die Voraussetzungen sind geschaffen
Damit junge Menschen im Vogtland bleiben oder ältere wieder hierhin zurückkehren, sind bestimmte Rahmenbedingungen vonnöten: eine gute Infrastruktur, Angebote für Familien, Arbeitsplätze mit Zukunft. Rolf Keil, Landrat des Vogtlandkreises, ist überzeugt: „Das Vogtland ist attraktiv! Mit der direkten Anbindung an die A72 haben wir die besten infrastrukturellen Voraussetzungen und können eine hohe Qualität an schulischer und medizinischer Versorgung vorweisen. Wir sind längst kein Billiglohnland mehr, unser Mittelstand hat sich zu einem stabilen Fundament für eine breite Branchenvielfalt entwickelt. Mancher Weltmarktführer kommt aus dem Vogtland. Die Jobs hier sind gut bezahlt und haben Erfolgsaussichten.“

Sören Voigt, Abgeordneter des Sächsischen Landtages und Kreisvorsitzender der CDU-Vogtland, bekräftigt das: „Unsere Aufgabe als Vertreter des Freistaates Sachsen für die positive Entwicklung des Vogtlands ist weiterhin der Ausbau der Infrastruktur, v. a. der B 169. Was mir außerdem am Herzen liegt: Wir müssen unbedingt die berufliche Ausbildung in der Region halten. Chemnitz, Dresden und Leipzig sind die sächsischen Hochschulstandorte. So muss es uns im ländlichen Raum ermöglicht werden, den Schwerpunkt auf die Berufs- und Meisterausbildung zu legen.“

Die Lösung muss pragmatisch sein
Das sieht Yvonne Magwas von der CDU-/CSU-Fraktion, Abgeordnete des Deutschen Bundestages, ähnlich. „Berufliche und akademische Ausbildung müssen wieder ins Lot gebracht werden“, betont sie. „Das Fachkräftekonzept der Bundesregierung bietet gute Rahmenbedingungen, z. B. mit einer Initiative für Partnerschaften vor Ort. Lokale Aktionen werden den Ausschlag geben. Alle Beteiligten einer Region gehören an einen Tisch, um möglichst schnell pragmatische Lösungen zu finden. Warum kann man etwa Zuwanderern mit Bleibeaussicht nicht unkompliziert eine duale Ausbildung mit Deutschkurs und Praktikum im Betrieb anbieten?“

Pragmatisch, zielgerichtet, gemeinsam – waren schließlich die bleibenden Adjektive des Abends. Wenn regionale Akteure Konkurrenzdenken ausblenden, Allianzen bilden und zusammen Verantwortung übernehmen, kann das der erste Schritt zur Lösung des individuell akuten Fachkräfteproblems sein.

decorum, NM / 25.01.2016

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Jubilaeum 2

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